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Test: Berghaus Women´s Ilam Daunenjacke

Berghaus Ilam Jacket

Berghaus Ilam Jacket

Seit einigen Monaten begleitet mich die Berghaus Women´s Ilam Down Jacket durch das kalte Wetter. Entworfen wurde sie vom Berghaus-internen Entwicklungsteam MntHaus und ist als Teil der Extreme-Serie vor allem für alpine Touren gedacht.

Das Prinzip der Jacke: Gewicht minimieren- Wärme maximieren. In den vergangenen Monaten konnte ich feststellen, dass beide Anforderungen vollständig erfüllt werden: die Daunenjacke ist zu meiner allerersten Wahl geworden, wenn es um eine warme Schicht geht. Weitere Details erfährst Du in meinem Erfahrungsbericht.

Prinzip „Gewicht minimieren“ – ein Federgewicht mit Daunenfüllung

Berghaus im Test

Berghaus im Test

Die Jacke besticht (beispielsweise im Rucksack)  durch ihre Leichtigkeit. Mit gerade mal 257g in der mittleren Größe ist sie ein wahres Fliegengewicht – auch und vor allem im Vergleich mit anderen Jacken der gleichen Isolationsdicke. Möglich macht das neben der hochwertigen Daunenfüllung auch das Pertex Quantum GL – ein Obermaterial das bei 25 g/qm Gewicht eine unerreichte Robustheit besitzt und überdies windabweisend ist. Die DWR-Imprägnierung macht die Außenseite der Jacke zudem dauerhaft wasserabweisend – ich hatte weder bei leichtem Regen noch bei feuchtem Schnee Probleme, dass etwas durchsiffen würde.

Durch den mitgelieferten Packsack lässt sich die Ilam-Jacket einfach zusammenpacken und ist ruckzuck im Rucksack verstaut. Der Packsack verhindert zudem, dass man die Jacke beschädigt, wenn man sie (vor allem mal schnell) aus dem Rucksack herauszieht. Das Packmaß ist – wen überrascht es – überaus überschaubar und damit ebenfalls ein Pluspunkt für die Jacke!

Prinzip „Wärme maximieren“

Die Daunenjacke ist gefüllt mit der so genannten Hydrodown™ mit einer 850 Fill Bauschkraft und 90/10 Verhältnis von Daune und Federn. Hydrodown wird einer speziellen Behandlung unterzogen, die sie wasserabweisend macht. Selbst unter Bedingungen in denen herkömmliche Daune aufgeben muss, bleibt sie trocken, erhält ihre Bauschkraft und hält damit kräftig warm. Das macht die Jacke auch zur perfekten Isolationsschicht unter Hardshell-Jacken, wo andere Daunenfüllungen wegen etwaigen Kondensationswasser zügig an Isolationsleistung verlieren.
Wer mehr über die Hydrodown erfahren möchte, kann weitere Infos direkt bei Berghaus nachlesen.

Die Berghaus Illam Jacket am Berg

Die Berghaus Illam Jacket am Berg

Die durchgesteppte Kammerkonstruktion verhindert das Verrutschen der Daune. Die Anordnung der Absteppungen ist nach einem 2-Zonen Body-Map Prinzip vorgenommen. Es orientiert sich an der natürlichen Wärmeproduktion und -verteilung des Körpers. So sollen die größeren Kammern an der Vorder- und Rückseite die Wärme besser speichern, während die Kammern an der Unterseite des Armes kleiner und weniger isolierend sind. So ganz nebenbei wird die ohnehin gute Bewegungsfreiheit der ohnehin schon dünnen Jacke dadurch noch verbessert.

Die elastischen Ärmelbündchen sollen verhindern, dass der Wind in die Ärmel kriecht. Tatsächlich schmiegen sie sich gut an und verhindern vor allem in Kombination mit Handschuhen, dass auch nur die geringste Kälte in die Jacke huschen kann. Zwar gehört es bei Daunenjacken zum Standard, aber dennoch sei genannt: auch die Kapuze ist gefüttert.

Meine Testeindrück und mein Fazit zur Ilam Down JAcket

Eines vorneweg: freiwillig würde ich diese Berghaus Daunenjacke nicht wieder hergeben! Man merkt, dass sie zu den hochwertigsten Daunenjacken zählt, die es aktuell so gibt und der Gesamteindruck erhält die volle Punktzahl! Die Jacke war mit mir bereits viel unterwegs: auf Schneeschuhtouren in den Voralpen, Eisklettern in der Schweiz, auf Touren bei denen es Abends noch kalt wird und so weiter. Ich hatte also eine Menge Gelegenheit Eindrücke zu sammeln:

Passform: besser als der Helm ;-)

Passform: besser als der Helm ;-)

Der Schnitt ist schlicht aber Dank Tallierung und Steppung mindestens sportlich elegant, so dass man die Jacke auch im Alltag tragen kann. Schon mit der Farbe „blue aster“ (die Jacke ist auch in cayenne-raspberry rose erhältlich) wird man zum echten Hingucker und bisher ist das Feedback dazu äußerst positiv ausgefallen. Sicher ist, dass man im Schnee und Berg damit schon mal schwer verloren geht. Unter uns: ein bisschen sollte man aufpassen, dass man nicht zu viele Sachen in die Taschen packt. Denn in der Kombination mit der aufgeplusterten Daune könnte sonst leicht der Eindruck entstehen, man wäre schwanger…

Die Jacke ist unglaublich leicht. So leicht, dass man ernsthaft aufpassen muss, dass sie nicht wegfliegt, wenn man sie locker um die Schultern oder sonst wohin legt. Windabweisend heißt nicht winddicht. Dementsprechend kann es bei starkem Wind durchaus durch die Nähte der Absteppungen ein wenig ziehen. Bei Wind und Regen ist deswegen empfehlenswert eine Hardshell über die Jacke zu ziehen. Mit dieser Kombination ist man dann aber perfekt geschützt und die Wärme bleibt da wo sie hingehört: am Körper.

Farbvariante der Ilam

Farbvariante der Ilam

Die Jacke ist vor allem aber eines: warm ohne Ende. Sie ist so warm, dass man sie in beheizten Räumen, bei Temperaturen ab ca. 7 Grad oder beim Zustieg auf den Berg schlichtweg nicht tragen kann. Sonst passiert lediglich eines, man schwitzt gut durch. In den Ruhephasen bzw. bei weniger körperlicher Anstrengung macht sie dafür aber schnell kuschelig warm. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hatte ich neben einer Lage Funktionsunterwäsche lediglich eine Fleecejacke an und konnte damit stundenlang umhersitzen ohne zu frieren.

Damit es neben meinem (total ernst gemeinten) Lobgesangt auch eine kritische Anmerkung gibt eine einzige „Bemängelung“ von meiner Seite: man muss den Reißverschluss am Hals erst ein Stück aufmachen, bevor man die Kapuze aufsetzen kann. Das ist allerdings bedingt durch hohen Kragen, den ich wiederum auch nicht missen möchte. Ergo: wie es besser geht weiß ich nicht (andere Jackenhersteller meiner Erfahrung nach übrigens auch nicht)…aber meckern kann man ja mal 😉

Die Ilam Daunenjacke in der Männerversion

Die Ilam Daunenjacke in der Männerversion

Ergo: Definitiv meine absolute Lieblingsjacke und bei kalten Temperaturen der beste Begleiter, den man sich vorstellen kann, egal ob im Alltag oder im Berg. Die rund 400€ sind bei Leibe zwar kein Pappenstiel – nach diesen Erfahrungen sind es für mich aber gut investierte Euros!

Letzte Anmerkung: auch die Jungs können eine Ilam haben – Berghaus hat auch ein Männermodell der Daunenjacke im Sortiment, welche aktuell auch bei den Bergfreunden verfügbar ist. Einzelstücke der Damenvariante waren erst zum Schnäppchenpreis im Bergfreunde Outlet zu haben – momentan ist die Jacke allerdings ausverkauft und soll spätestens zum nächsten Winter wieder zu haben sein.


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